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   Voll peinlich,ey! - Umgangsformen im Internet

Mit der ersten Tasse Kaffee in der Hand öffnet der Software-Support-Mitarbeiter frohen Mutes am Morgen sein E-Mail-Postfach und sichtet die Flut der Supportanfragen, die auf ihn einprasseln. Bereits die erste Mail macht die weitere Koffeinzufuhr zum wach werden überflüssig. Der Betreff vergleicht das Produkt, für welches der Support vorgesehen ist, mit einem nicht näher zu bezeichnenden Verdauungsendprodukt. Auch der Inhalt der Mail lässt wenig Freude aufkommen.

Verbalinjurien

Äußerst wortreich lässt sich der Verfasser dieser Mail über Entwickler, Vertrieb und Support des fraglichen Produktes aus. Für die notwendigen Attribute, mit welchen der Absender die betreffenden Mitarbeiter zu belegen gedenkt, halten diverse anatomische Details des Menschen sowie landwirtschaftliche Nutztiere her. Bei all der Kreativität, die für die Wahrung der guten Sitte für gepflegte Beleidigungen erforderlich ist, bleibt das gute Deutsch auf der Strecke.

Ganz offenkundig scheint die Erfindung der Großschreibung noch nicht zu dem Verfasser durchgedrungen zu sein und die Zeichensetzung ist anscheinend mit Hilfe von Würfeln oder ähnlichen zufallsabhängigen Verfahren ermittelt worden. Die Quintessenz der Support-Anfrage ist indessen wenig deskriptiv und in einem Satz zusammengefasst: Das Programm funktioniert nicht wie gewünscht.

Hemmschwelle ade

Lassen wir unseren Support-Mitarbeiter nunmehr in Ruhe, damit dieser sich mit zitternden Händen die erste Handvoll Beruhigungspillen einwerfen kann.

Das mag für einige Leser etwas überzeichnet erscheinen, doch das Internet ist vielerorts zu einer Plattform geworden, in der selbst einige rudimentäre Regeln scheinbar außer Kraft gesetzt sind.

Auf der einen Seite sitzt unser fiktiver User Karlchen Dumpfbacke vorm Rechner und füttert seine Maschine mit einer wahren Flut an Beleidigungen.  Der Computer selbst rechnet dieses Feuerwerk an verbalen Attacken lediglich in eine für ihn verdauliche Form um und ist selbst von dem Inhalt nicht betroffen. Ungefiltert wird die wenig freundliche Nachricht per Mausklick einmal um die Welt geschickt und die Reaktion des Empfängers bleibt in den Tiefen des Cyberspace verborgen. Doch es gibt einen Empfänger. Der sitzt am anderen Ende der Mitteilungskette und auch bei ihm handelt es sich um einen Menschen.

Aber was soll’s, denkt sich Karlchen Dumpfbacke und kümmert sich nicht weiter um diese eher unbedeutende Tatsache. Immerhin sitzt er der betreffenden Person nicht gegenüber und daher kann er mal so richtig die „Sau raus lassen“. Und damit fängt das Problem an: Es ist immer leicht, eine Person, die nicht persönlich gegenüber steht, zu beleidigen. Hinzu kommt, dass viele Kontakte im Internet anonym sind, wie zum Beispiel in Chatrooms. Was sich viele im realen Leben nicht trauen, toben sie im Cyberspace aus.

Mal ehrlich, Leute...

Der Verfasser dieses Artikels ist keineswegs daran interessiert, sich als eine Art High-Tech-Mephisto vor der Schar andächtig lauschender Cyber-Jünger aufzubauen, aus lautem Halse postulierend „Ich bin der Geist, der stets verneint!“.

Doch begeben Sie sich einmal spaßeshalber auf die Straße und sprechen Sie den nächstbesten Passanten an. Überschütten Sie ihn ohne Grund mit Beleidigungen und warten Sie die Reaktion ab.

Im günstigsten Fall wendet sich der Betroffene kopfschüttelnd ab, wenn Sie Pech haben, kassieren Sie einen körperlichen Verweis. Ganz davon abgesehen würden Sie das wahrscheinlich auch gar nicht erst tun. Und warum nicht? Weil die Hemmschwelle einfach größer ist, jemandem so etwas persönlich ins Gesicht zu sagen. Die Reaktion erfolgt dann nämlich unmittelbar. Und die ist in den seltensten Fällen erfreulich.

Klarer Fall: Im relativ anonymen Internet geht das leichter. Aber reicht das als Legitimation für solch ein Verhalten? Was würde Karlchen Dumpfbacke sagen, wenn er eine Mail mit ähnlichem Inhalt bekommen würde, wie die, die er gerade abschickt hat? Wahrscheinlich würde ihm die Empörung in Form von zarten weißen Dampfwölkchen aus den Ohren schießen.

Netiquette

Das Internet ist nicht nur ein Tummelplatz für Beleidigungen, sondern auch für Kunstwörter. Ein solcher Begriff hat sich in den letzten Jahren eingebürgert und wird von vielen mit geradezu missionarischem Eifer ignoriert: Netiquette.

Das Wort setzt sich aus den beiden Begriffen „Net“ (englisch für „Netz“) und „Etiquette“ zusammen. Gemeint ist hier das allgemeine Verhalten im Kontakt im Internet.

Und es sind keineswegs Spießer, die sich darum Gedanken gemacht haben, sondern ebenfalls Computerfreaks, die es einfach nur satt haben, ständig beleidigt zu werden. Folglich sind auch viele Chatrooms und Foren mit dem Verweis versehen, dass bitte die Netiquette zu beachten sei. Widrigenfalls werden Nutzer ermahnt oder ausgeschlossen. Auch das ist eine unmittelbare Reaktion und dieses Verfahren findet immer mehr Zuspruch.

Dabei bricht niemandem ein Zacken aus der Krone, wenn er sich auch im Internet so verhält, wie im Alltagsleben. Es mag für all die Karlchen dieser Welt seltsam anmuten, aber es ist auch durchaus möglich, seinem Ärger Luft zu machen, ohne bis zum Ellenbogen in die verbale Kloake zu greifen.

Alles Deutsch oder was?

Mit den sprachlichen Entgleisungen einher geht die scheinbar ungeschriebene Regel, dass alles, was auf Papier zu bringen ist, in korrektem Deutsch zu formulieren sei, E-Mails, Foren-Einträge und ähnliches hingegen lieber hierauf verzichten.

Niemand vermag genau zu bestimmen, wie dieses obskure Gerücht überhaupt entstanden ist. Jedenfalls hält es sich hartnäckig.

Da prasseln E-Mails auf den Empfänger ein, die jegliche Rechtschreibung vermissen lassen und deren Inhalt sich erst nach dem dritten Lesen entschlüsselt. Vielleicht ist es ja einfacher, wenn auf Grammatik verzichtet wird. Solch ein Punkt oder ein Komma ist ja immerhin ein weiterer Tastendruck, den man sich auch genauso gut sparen kann. Doch da sind wir wieder beim Thema Netiquette.

Es ist nicht besonders freundlich, dem Empfänger einer Nachricht mit derselben ein Rätsel aufzugeben, welches darin besteht, zunächst einmal Semantik und Syntax aufzudröseln, um dem Geschriebenen einen Sinn zu entlocken. Grundsätzlich gilt die Regel, dass geschriebenes Deutsch auch in E-Mails und Foren möglichst weitgehend den allgemeinen Regeln entsprechen sollte.

Natürlich gibt es Menschen mit einer Rechtschreibschwäche und Fehler leisten wir uns alle hin und wieder. Aber ein wenig mehr Mühe beim Verfassen von Texten sollte nicht schaden.

Ausnahme: Chat

Wahrscheinlich haben eingefleischte Chatter bei der Lektüre dieses Artikels schon mehrfach aufgestöhnt. Natürlich gelten beim Chat etwas andere Regeln.

Meist bestehen Postings nur aus stakkato-artigen Halbsätzen und es werden viele Kürzel verwendet, die anderen Teilnehmern indessen hinlänglich bekannt sind. Der Grund liegt auf der Hand: Es muss schnell gehen. Ein sorgfältig ausformulierter Satz kommt mitunter oft viel zu spät und das damit behandelte Thema ist dann schon Schnee von gestern. Das ist im Rahmen einer solchen Absprache durchaus zulässig und kann hier bei den Betrachtungen außen vor gelassen werden.

Doch auch beim Chat werden Beleidigungen in der Regel nicht akzeptiert. Ausnahmen bilden vielleicht zweifelhafte Chatrooms mit dem Motto „Beleidigt euch gegenseitig“, über deren Mitglieder und deren mentaler Zustand bestenfalls Spekulationen angestellt werden können, doch wir gehen einfach davon aus, dass die absolute Mehrzahl der werten Leserschaft auf derartige Konversation lieber verzichtet.

Ansonsten lässt sich dieser Artikel in zwei einfache Regeln zusammenfassen: Niemals anderen das um die Ohren hauen, was den Verfasser auch selbst beleidigen würde und wenn es sich irgendwie einrichten lässt, dann kann das auch in einem halbwegs vernünftigen Schriftdeutsch erfolgen.

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