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   Netbooks - praktisch oder unnötig?
Größer als ein Business Handy, kleiner als ein Laptop, das ist der neue Trend. Wer öfter unterwegs ist, möchte dabei trotzdem nicht auf den Computer verzichten, das ist nicht neu. Mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken sind jetzt zudem weitere Argumente hinzugekommen, das Internet auch unterwegs „immer dabei zu haben“. Handys haben den Nachteil des kleinen Displays und unpraktischer Tastatur, Notebooks wiederum erweisen sich im mobilen Einsatz oft als zu groß, zu schwer und der Akku als zu schnell leer. Also muss ein Netbook her.
 
Als Leichtgewichte (1 – 1,5 kg) mit geringen Ausmaßen sind Netbooks der ideale Begleiter, ohne unterwegs auf ein übersichtliches Display und komfortable Tastatur verzichten zu müssen. Doch wozu dann noch ein Notebook? Weil Netbooks doch gewissen Einschränkungen unterliegen, die sich sowohl aus geschichtlichen, wirtschaftlichen als auch technischen Gründen erklären lassen.
 
Historische Entwicklung
 
Der Begriff „historisch“ ist hier wohl etwas übertrieben, denn so lange gibt es Netbooks ja noch gar nicht. Zwar hat alles bereits in den 90er Jahren begonnen, als Sony, Toshiba und Acer kleine Notebooks für unterwegs auf den Markt brachten, doch waren diese Geräte noch sehr teuer und der flächendeckende Internet-Zugang bei weitem nicht vorhanden. Eine andere Variante war der Vorstoß von Intel, einfache und billige Computer für den Unterricht in ärmeren Ländern zu etablieren, die jedoch nicht für den Verkauf bestimmt waren.
 
Auch der Begriff „Netbook“ an sich ist ursprünglich markenrechtlich vom Hersteller Psion geschützt, der unter diesem Namen bereits sehr früh Geräte auf den Markt brachte, die zwischen Organizer und Notebook angesiedelt waren. Letztendlich einigte man sich jedoch darauf, dass Netbook der Begriff für eine Geräteklasse sei und somit nicht in dieser Form geschützt werden kann (ähnlich wie bei Sonys „Walkman“). Übrigens war auch Microsoft von der Idee des Netbooks überzeugt, denn Bill Gates erwähnte in einer entsprechenden Keynote, dass man in Zukunft eben nicht alle Daten und Programme am Desktop-PC haben, sondern man sich mit einem einfachen und billigen Gerät in das Netzwerk einbuchen sollte, wo alle Anwendungen und Daten liegen. Mit flächendeckendem Breitband, Web 2.0 und Cloud Computing stehen wir also heute an der Schwelle zur Realisierung dieser „Vision“, was mit ein Grund ist, warum der Netbook-Markt zur Zeit so boomt.
 
Netbook Definition
 
Womit sich auch die Eckdaten eines Netbooks ergeben, die es von anderen Geräteklassen unterscheidet. Da es – wie der Name schon sagt – für das Arbeiten im Netz ausgelegt ist, gehört es nicht zu den schnellsten bzw. stärksten Rechnern, denn der „Flaschenhals“ liegt beim Datenstrom, also der Netzverbindung, besonders natürlich wenn dieses Netzwerk das Internet ist.
 
CPU
 
Die eintreffenden Daten können auch von einer weniger leistungsstarken CPU verarbeitet werden, weshalb in vielen gängigen Modellen der eigens für diesen Zweck von Intel entwickelte Atom Prozessor verbaut wird (wobei andere Hersteller wie AMD ebenfalls vertreten sind). Eine spezielle Version ist deshalb notwendig, da die CPU statt Rechenpower zwei andere Kriterien erfüllen muss: wenig Stromverbrauch und geringe Wärmeentwicklung, da Akkulaufzeit und kompakte Gerätemaße hier Vorrang haben, also keine aufwändige Kühlung möglich ist.
 
Speicher
 
Aus diesen Argumenten ergibt sich auch die Minimalbestückung mit 1 GB Arbeitsspeicher, der für die Netbook-Funktionen völlig ausreicht, sowie das Fehlen eines optischen Laufwerks (DVD), das besonders viel Strom benötigt. Schließlich sollte die durchschnittliche Laufzeit eines Netbooks mindestens 6 - 8 Stunden betragen.
 
Festplatten
 
Nach wie vor findet man in den meisten Geräten eine 160 GB Harddisk, die zwar platzmäßig durchaus ausreicht, aber hinsichtlich Stromverbrauch und Fehleranfälligkeit nicht wirklich das Optimum ist. Stattdessen empfiehlt sich in diesem Bereich selbstverständlich eine SSD (Solid State Disk), also ein eingebauter Flashspeicher (wie bei Kameras üblich), der praktisch nicht erhitzt und ebenso sparsam beim Stromverbrauch ist. Und als Nebeneffekt erhält man auch noch eine weit größere Transfergeschwindigkeit beim Schreiben und Lesen der Daten. Allerdings sind diese Speicherlösungen bei Netbooks zur Zeit noch die (teurere) Ausnahme.
 
Display
 
Bleibt noch der Bildschirm, der normalerweise mit 10 Zoll (16:9) Bilddiagonale ausgeführt ist, wobei man jedoch auch Geräte mit 8 bzw. 12 Zoll findet. Der Grafikprozessor ist üblicherweise in den Chipsatz integriert und selbstverständlich auch kein Höchstleistungswunder, aber für „normale“ Anwendungen eben ausreichend.
 
Netzwerk
 
Und außerdem besitzt ein Netbook natürlich integriertes Bluetooth, WLAN und oft UMTS (bzw. auch HSDPA), um überall Internet-tauglich zu sein. Und UMTS ist übrigens auch das Argument für die großen Provider, uns ein neues Netbook bei Vertragsabschluss wirklich sehr günstig zu überlassen.
 
Schnittstellen
 
Dafür wird bei den Anschlussmöglichkeiten ebenfalls gespart. Ein bis zwei USB-Anschlüsse sind der etwas magere Standard, ebenso ein SD-Kartenschacht (meist ergänzt mit MMC oder MS (Sony Memory Stick)). Ein Monitor wird üblicherweise über den (Slim)VGA-Ausgang angeschlossen.
 
Software
 
Aufgrund der eher mageren Leistungsdaten seitens der Hardware setzte man bisher auf Windows XP oder Linux. Das hat sich mit Windows 7 geändert, das nun häufig in der Starter-Variante vorinstalliert ist, was dank effizienterer Laufleistung auch in dieser Hardwareumgebung keine schlechte Lösung darstellt.
 
Und wer braucht das?
 
Jetzt haben wir also ein kleines, relativ schwaches Notebook, das wenig bis gar nicht aufrüstbar ist, was es auch von den stärkeren Subnotebooks mit 12“ Bildschirm unterscheidet, und was machen wir damit? Da gibt es vermutlich so viele Antworten wie Benutzer, doch prinzipiell findet sich für jeden zumindest ein sinnvolles Einsatzgebiet. Weniger aufwändige Hardware bedeutet weniger Kosten bei der Herstellung und das wird in diesem Fall tatsächlich auch an den Kunden weitergegeben. Womit wir bereits unter 300,- Euro eine gute Auswahl haben, auch wenn hier die Ausstattung meist ziemlich ident ist. Ein Netbook ist im Normallfall also billiger als ein halbwegs brauchbares Notebook und kann dennoch vielseitig angewendet werden. Videoschnitt, aufwändige Bildbearbeitung und Desktop Publishing fallen zwar aus, aber alle Netzaktivitäten sowie einfachere Büroarbeiten sind am Netbook kein Problem. Im Urlaub hat man also beispielsweise volle „Facebook“-Funktionalität, kann bequem seine Mails checken und seine Fotos auf immerhin zehn Zoll statt des Kamera-Displays betrachten. Und gerade für junge Menschen mit geringerem Einkommen ist diese Variante ebenfalls ideal, da die Anschaffung erschwinglich ist und trotzdem allen Anforderungen entspricht. In der Arbeitswelt wiederum erhält das Netbook seine Berechtigung durch die kompakten Ausmaße auf Reisen, die trotzdem ein effektives Arbeiten ermöglichen, besonders wenn man seine Daten bereits ins Internet ausgelagert hat oder sie zumindest darüber erreichbar sind (In MS Office 2010 bereits mit „Skydrive“ und „Sharepoint“ ).
 
Die Kaufentscheidung
 
Wer sich überlegt, ohnehin ein „Mobiles Internet“ anzuschaffen, sollte sich bei seinem Provider informieren, zu welchem Preis möglicherweise ein Netbook bei Vertragsabschluss inkludiert ist, da dies die günstigste Variante ist. Bei einer Neuanschaffung über den Handel empfiehlt es sich, vorab Informationen einzuholen, welcher Hersteller demnächst ein neues Modell auf den Markt bringt, da man so bei den Auslaufmodellen oft eine gute Verhandlungsbasis hat.
 
Letztendlich muss man sich im Vorfeld genau überlegen, wie man sein Netbook nutzen möchte. Da ein Nachrüsten schwer bis gar nicht möglich ist, können z.B. Festplatte und DVD-Laufwerk nur als externe USB-Geräte genutzt werden, was entsprechende Zusatzkosten verursacht. Hier ist ein (Sub)Notebook vermutlich die bessere Wahl. Auch Kamera und Mikrofon sollten bereits integriert sein, denn Videotelefonate gehören inzwischen nicht nur mit Skype zum Alltag, sondern dürften bald allgemein üblich sein.
 
Fazit
 
Billig in der Anschaffung, trotzdem funktional und durchaus praktisch hat das Netbook eine Nische gefunden, die eigentlich aufgrund der aktuellen Markanteile keine Nische mehr ist, sondern Massenmarkt. Betrachtet man dazu die Entwicklung des Internets, mit dem zusätzlich immer mehr Funktionen möglich werden und wo bereits unzählige Applikationen vorhanden sind, werden vor allem Standrechner in absehbarer Zeit ebenso zum Altmetall gehören wie jetzt die Röhrenmonitore. Sieht man von Anwendungen ab, die nach wie vor Rechenpower und große Darstellungsflächen benötigen, gehört die Zukunft der Kombination aus Web 2.0 und Cloud Computing sowie den billigen Client-Devices, die wir stets mit uns herumtragen, sei das nun ein Netbook, ein iPad oder wie ähnliche Produkte demnächst auch immer heißen werden.
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