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   Schütze dich selbst! IP Kameras im Einsatz

Einbrecher sind längst keine Einzeltäter mehr, sondern gehören gut organisierten Banden an. Sie ziehen zuerst Erkundungen ein, wo sich ein Einbruch lohnen könnte, wie es mit der Anwesenheit der Bewohner aussieht und vor allem, wie das Einbruchsziel abgesichert ist. Und hier liegt ein wesentlicher Schlüssel zum Selbstschutz!

Die alljährlichen Berichte zur Kriminalitätsentwicklung haben erst kürzlich wieder gezeigt, dass die Eigentumsdelikte nach wie vor stark ansteigend sind, während die Aufklärungsrate hinterherhinkt. Für die inzwischen gut organisierten und „ausgebildeten“ Einbrecher stellen schlecht gesicherte Türen und Fenster neben sichtbar im Auto liegenden Taschen und Navigationssystemen fast schon eine Einladung dar. Jeder sollte sich daher einmal auf der nächsten Polizeidienststelle beraten lassen, was man selbst zum eigenen Schutz unternehmen kann. Einen Tipp haben jedoch auch wir für Sie!


Abschreckung ist der halbe Schutz!

Für alle Einbrecher gilt nämlich, dass es schnell und ohne Erregung von Aufmerksamkeit gehen muss. Damit sind auch weniger lohnende Ziele oft attraktiver als gut gesicherte, die einen nicht kalkulierbaren Aufwand bedeuten könnten. Ein einfaches Schloss ist in ein paar Sekunden aufgebohrt oder der Zylinder abgedreht. Stellen die Einbrecher bei der Erkundung jedoch fest, dass Türen und Fenster über solide Sicherheitsvorkehrungen verfügen, sehen sie sich meist lieber nach einfacheren Zielen um. Wie gesagt, man sollte sich hier von unabhängigen Personen – am besten eben der Polizei – beraten lassen.

Es gibt aber noch ein Mittel zur Abschreckung, nämlich die Kameraüberwachung. Gut organisierte Einbrecher hinterlassen im Normalfall keine brauchbaren Spuren, umso weniger wollen sie bildlich erfasst werden. Kameras sind daher zwar bei weitem kein Allheilmittel, können jedoch wesentlich zum Schutz beitragen. Allerdings ist eine flächendeckende Überwachung mit einem speziell dafür ausgelegten Equipment entsprechend teuer und hauptsächlich für Firmen interessant. Für den Privatgebrauch empfiehlt sich daher der wesentlich kostengünstigere Weg über IP-Kameras, die einfach in das eigene Netzwerk eingebunden werden und in fast jedem Elektro-Fachhandel oder Baumarkt erhältlich sind. Doch auch hier sind einige Punkte zu beachten!


Die Privatsphäre ist ein Grundrecht!

Zu den gesetzlichen Grundlagen ist zu sagen, dass die Überwachung mittels Kamera zwar prinzipiell geregelt ist, jedoch nicht unbedingt einheitlich. In der Praxis bedeutet dies, dass die Intimsphäre ein Grundrecht jedes einzelnen ist und nicht so ohne weiteres verletzt werden darf. Daher wird oft von Fall zu Fall entschieden, ob eine Kameraüberwachung ein gerechtfertigtes Mittel ist oder nicht. Im Fall eines Privatgrundstücks, das nicht öffentlich zugänglich ist und auch nur der eigene Bereich von der Kamera erfasst wird, sollte es juristisch kein Problem geben. Überwacht man jedoch beispielsweise seine Hauseinfahrt derart, dass der Kamerawinkel auch den Eingang des Nachbarn aufnimmt, kann dieser durchaus berechtigt auf Verletzung seiner Privatsphäre klagen. Dasselbe gilt natürlich besonders für Wohnungen, wo sich Mitbewohner, die denselben Hausflur benützen, gestört fühlen können, und natürlich alle Situationen, wo ein öffentlicher Gehweg erfasst wird. Hat man in diesem Bereich ein Geschäft, muss man sich die Überwachung des öffentlichen Bereichs genehmigen lassen und einen entsprechenden Nachweis erbringen, dass diese Schutzmaßnahme erforderlich ist (z.B. Juwelier, Waffengeschäft etc.).

Als Notlösung kann man hier beispielsweise die Kamera im privaten Bereich direkt hinter der Eingangstür anbringen, was zwar nicht den Einbruch, aber vielleicht zumindest den Diebstahl verhindert, wenn der Einbrecher die Kamera bemerkt. Und letztendlich wird vom Gesetzgeber teilweise auch noch unterschieden, ob die Daten rein zur Überwachung dienen oder auch für eine eventuelle spätere Verwendung gespeichert werden. Werden die Daten der Kamera ausschließlich auf einen Monitor übertragen, ist auch die Erfassung eines öffentlich zugänglichen Raums weniger problematisch als wenn diese Aufnahmen zusätzlich gespeichert werden, wo das Datenschutzgesetz wesentlich strenger ausgelegt ist. Auf jeden Fall sollte man sich also vor der Installation bei einem Fachmann bzw. der Polizei über die rechtliche Lage je nach Situation informieren.


Gedanken vor der Anschaffung und Montage

Selbst die günstigste Kamera ist Geldverschwendung, wenn sie nutzlos ist. Daher sollte man sich im Vorfeld genau überlegen, was man überwachen will und wo eine Montage sinnvoll ist. Hier sind neben den möglichen juristischen Einschränkungen auch noch andere Punkte zu beachten. Erstens sollte die Kamera natürlich so positioniert sein, dass sie das gewünschte Objekt gut erfassen kann und man auf den Bildern auch die wesentlichen Details erkennt. Je nach Kamera sind hier zwei bis fünf Meter, aber auch bis zu zehn Meter ideal. Innerhalb dieses Radius müssen jedoch noch andere Kriterien erfüllt sein. Erstens sollte die Kamera schwer zugänglich sein, schließlich sollte ein Einbrecher nicht daran vorbeischleichen geschweige denn sie gleich als zusätzliches Beutestück mitnehmen können. Zweitens benötigt die Kamera Strom, auch daran muss gedacht werden (und dass ein Dieb die Stromzufuhr auch nicht einfach unterbrechen kann!). Und zuletzt muss auch gewährleistet sein, dass die gesendeten Daten auch empfangen werden können, also das Signal notfalls über einen Hotspot oder eine WLAN Antenne empfangen wird. Bilder mit einer Signalstärke von 30% zu empfangen, ist relativ sinnlos, weil es dann Glückssache bleibt, ob der richtige Moment auch bei der Übertragung dabei ist.


Die richtige Kamera

Hat man nach diesen Kriterien die Positionsbestimmung abgeschlossen, ergeben sich die Anforderungen an die Kamera eigentlich fast von selbst. Als üblichen Standard kann man annehmen, dass die Bilder in Farbe mit einer Auflösung von zumindest 640 x 480 gesendet werden, was sehr brauchbare Ergebnisse liefert. Oft wird auch eine höhere Auflösung unterstützt, was natürlich eine höhere Bandbreite (also ein stärkeres Signal) erfordert. Dasselbe gilt für die Bildrate. Schließlich wird digital „gefilmt“, also eine schnelle Serie von Einzelbildern aufgenommen. Gängig sind hier 15 Bilder pro Sekunde (fps), 30 sind besser, aber eben auch datenintensiver.

Weitere Kaufüberlegungen sind der Montageort (innen oder außen, also wetterfest) und die Helligkeit. An dunklen Stellen sollte man nicht auf den integrierten Restlichtverstärker vergessen, bei Nachtüberwachung muss man entweder eine zusätzliche Lichtquelle mit Bewegungsmelder montieren oder eine Kamera wählen, die auch Infrarot-Aufnahmen macht. Üblicherweise sind IP Kameras auch bereits mit Helligkeits- und Bewegungssensoren ausgestattet, die jedoch über die Software deaktiviert werden können und oft auch sollten. Der Grund: normalerweise wird nicht permanent aufgenommen, sondern eben durch signifikante Änderungen in der Umgebung ausgelöst. Bei Bewegungssensoren können dies beispielsweise aber auch Haustiere sein, das ist weniger heikel, anders verhält es sich jedoch bei sich ändernden Lichtverhältnissen. Selbst in Innenräumen reicht hier, dass sich der Lichteinfall durch ein Fenster wegen einer vorbeiziehenden Wolke oder einen im Wind schaukelnden Ast vor dem Fenster ändert, um die Aufnahme auszulösen. Abgesehen davon, dass man dann unzählige Filmchen überprüfen muss, nervt so etwas besonders, wenn man gleichzeitig die Verständigungsoption aktiviert hat, die automatisch eine SMS oder eine e-Mail schickt, sobald Alarm ausgelöst wurde. Hier hilft nur Ausprobieren und die Kamera so gut es geht vor zufälligen Lichtänderungen (durch einfache Abdeckungen) zu schützen.


Wohin mit den Daten?

Bleibt nur noch die Frage nach der Datensicherung. Für die permanente Überwachung wird einfach die IP der Kamera in den Browser eingegeben, oder man verbindet sich gleich mittels der mitgelieferten Software und lässt sich die Bilder anzeigen. Das bringt aber nichts, wenn tatsächlich ein Einbruch geschieht und man nicht gebannt vor dem Bildschirm sitzt. Also sollten diese Aufnahmen gespeichert werden.

Der Laptop im Arbeitszimmer eignet sich dazu logischerweise nicht besonders, da er möglicherweise mitsamt den Bildern verschwindet. Standrechner sind bei Einbrechern da schon weniger beliebt, aber immer noch eine unsichere Variante. Man sollte sich beim Kauf also erkundigen, ob die Kamera auch aktiv auf einen FTP-Server speichern kann. Das bedeutet schlicht, dass man einen Ordner auf einem Rechner dafür anlegt und freigibt, der sich nicht in der Wohnung befindet und selbstverständlich auch durchgehend erreichbar, also aufgedreht, sein sollte. Das kann am Arbeitsplatz oder bei einem Freund sein, Hauptsache die Internetverbindung besteht durchgängig. Daher muss man sich in diesem Fall beim Kauf vergewissern, dass die Kamera auch einen aktiven FTP Upload unterstützt!


WLAN Installation

Jetzt haben wir also die Kamera an dem einen und den Speicherort am anderen Ende, dazwischen liegt der Weg über das WLAN. Gehen wir einmal davon aus, dass das WLAN zumindest minimal abgesichert ist, also nur unsere Geräte Zugang haben, indem wir die MAC Filterung aktiviert haben und außerdem selbstverständlich ein Netzwerkschlüssel vergeben wurde. Die MAC Adresse, also die eindeutige Identifikation der Netzwerkkarte unserer Kamera, befindet sich üblicherweise auf einem Aufkleber direkt am Gerät. Diese aus 6 x 2 Zeichen bestehende Adresse (z.B. 00:1d:14:af:1d:28, oft auch ohne Doppelpunkt angegeben) muss nun am Router zu den erlaubten Zugriffsgeräten hinzugefügt werden. Falls man auch noch zusätzlich eine IP Filterung aktiviert hat (z.B. 192.168.0.20), ist die IP der Kamera (ebenfalls am Aufkleber) natürlich genauso einzutragen, damit das Gerät in unser Netzwerk darf. Anschließend muss beim ersten Mal die Kamera noch über ein Patchkabel (Netzwerkkabel, RJ45) mit dem PC verbunden werden, damit man den Netzwerknamen (SSID) und den Netzwerkschlüssel für unser WLAN eintragen kann, damit der Zugriff, also die Datenübertragung, erlaubt wird. Danach ist die Kamera eigentlich schon für den Einsatz bereit. Einfach einen beliebigen Browser starten, in die Adresszeile die IP eintragen (also statt www.xxx.com nimmt man 192.168.x.x) und landet so direkt im Kamera Menü, wo man zwischen ActiveX und Java-Darstellung des Bildes wählen sowie die verschiedenen Konfigurationseinstellungen vornehmen kann, eben die erwähnte SSID und den Netzwerkschlüssel sowie die Adresse des FTP Servers, wo die Bilddaten hingeladen werden sollen. Sind diese Einstellungen vorgenommen, ist die Kamera selbstverständlich auch ohne Kabel über das WLAN erreichbar. Bequemer und mit zusätzlichen Funktionen geht dies natürlich meistens über die mitgelieferte Software.

Sollten hier Probleme auftauchen, gibt es zwei Ursachen. Erstens die Firewall, die man dann für die erste Konfiguration eben deaktivieren muss, und zweitens eine fehlende Protokoll-Unterstützung. Ohne hier weiter auf technische Details eingehen zu wollen, lässt sich dieses Problem einfach lösen, indem die IP Adresse der Kamera am Router in die DMZ (DeMilitarisierte Zone) eingetragen wird, womit ein problemloser Datenaustausch ermöglicht wird.


Mehrere Kameras

Ab zwei Kameras empfiehlt es sich, diese über einen eigenen Hotspot kommunizieren zu lassen. Dazu benötigt man einen Access Point, der wie der Router abgesichert wird (also nur die MAC Adressen unserer Kameras zulässt) und diesen Zugriffspunkt kann man nun gegebenenfalls wieder in die DMZ des Routers stellen. Dies ist aber wie gesagt nur notwendig, wenn es Probleme mit der Kommunikation gibt.


Der Ernstfall

Hat man die Kamera gut sichtbar platziert, sollte es hoffentlich erst gar nicht zu einem Einbruch kommen. Falls doch, hat man zumindest (zusätzliches) Beweismaterial für Polizei und Versicherung. Außerdem unterstützen viele Kameras eben auch die sofortige Verständigung per SMS oder Email, sobald Alarm, also eine Aufnahme, ausgelöst wird. Hat man die Kamera so eingerichtet, dass selten oder keine Fehlalarme auftreten, kann man also schnell reagieren. Entweder man nimmt sich die Zeit und ruft die Kamera auf, um selbst nachzusehen bzw. betrachtet die Aufnahmen am FTP, oder man ruft sofort die Polizei, um den Täter vielleicht noch auf frischer Tat zu ertappen.


Fazit:

Je nach Anforderungen ist eine IP Überwachungskamera eine im Vergleich günstige Investition in die eigene Sicherheit. Qualitativ gute Kameras mit Restlichtverstärker und FTP Upload-Funktion sind bereits zwischen € 300,- und € 400,- zu haben, wie beispielsweise unser Testmodell der Fa. Conrad (www.conrad.de/at), die ELRO IP64, welche auch schon für den Außen- und Nachteinsatz gerüstet ist und € 340,- kostet. Fix verkabelte Netzwerkkameras für den Innenbereich und ohne Sonderfunktionen wie FTP Transfer sind jedoch auch bereits deutlich günstiger im Angebot. Wie bereits erwähnt, muss man sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, welchen Zweck die Kamera erfüllen soll, um nicht am falschen Platz zu sparen. Aber auch wenn eine IP Kamera keine Garantie oder allumfassenden Schutz bietet, ist es eine kostengünstige Alternative oder Zusatzsicherung, um sich sicherer zu fühlen.

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